Kategorie Wohnen Armut & Umverteilung

Es fehlen rund 120.000 Sozialwohnungen

Von: Christina Diekmann

VdK: „Politik setzt falsche Prioritäten“ – Wohnungslage bleibt angespannt

Gebäudekomplex mit vielen Wohnungen
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Für immer mehr Menschen ist es schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Hier sollen Sozialwohnungen helfen, doch die sind rar. Allein zwischen 2020 und 2024 hat sich die Zahl der Sozialwohnungen in Niedersachsen um 12.000 Wohneinheiten verringert, sodass der Bestand gerade noch 50.000 Mietwohnungen betrug. 

Neue Wohnungen werden zwar gebaut, allerdings längst nicht genügend, kritisiert der VdK Niedersachsen-Bremen. „Denn nach spätestens 30 Jahren fallen die Wohnungen aus der Sozialbindung“, erklärt VdK-Landeschef Friedrich Stubbe und fordert: „Der Bau von Sozialwohnungen muss gefördert werden und Sozialbindungen sollten dauerhaft bestehen. Zudem müssen Neubauten unbedingt barrierefrei errichtet werden. Der demographische Wandel zeigt uns, dass immer mehr schwerbehinderte oder pflegebedürftige Menschen diese Wohnungen dringend benötigen!" 

Einen kleinen Lichtblick gibt es nun: In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr 1240 Sozialwohnungen mehr gebaut als bisherige aus der Sozialbindung gefallen sind. „Das ist zwar ein positives Signal, zeigt aber auch, dass das Thema sozialer Wohnungsbau für Bund und Länder einfach nicht die nötige Relevanz hat. Denn von dem einst beschworenen ‘Bauturbo’ haben Menschen mit geringem Einkommen so leider überhaupt keinen Nutzen!“, kritisiert Stubbe. In Niedersachsen und Bremen fehlen weiterhin etwa 120.000 Sozialwohnungen.