
Dreier Team an der VdK-Spitze
Rund neun Monate ist es her, dass 16 Ehrenamtliche beim Landesverbandstag in unseren VdK-Landesvorstand gewählt wurden. Doch welche Persönlichkeiten stecken hinter den einzelnen Ämtern und was sind eigentlich ihre Aufgaben? Wir stellen sie nach und nach vor. Den Anfang machen unser Landesvorsitzender Friedrich Stubbe und seine Stellvertreterinnen Birgit Becker und Jutta Da Corte.

Herr Stubbe, was ist Ihre Aufgabe als Landesvorsitzender?
Friedrich Stubbe: Der Aufgabenbereich ist enorm vielfältig. Ich stehe unserem gesamten Verband vor und bin verantwortlich für knapp 120 hauptamtliche und fast 2000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu ist es meine Aufgabe, den VdK Niedersachsen-Bremen in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Das heißt, ich vertrete ihn bei Veranstaltungen, kreide sozialpolitische Missstände in den Medien an und bringe unsere Forderungen bei Gesprächen mit Politikern auf den Tisch. Unerlässlich dafür ist die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, den einzelnen Abteilungen im Landesverband und meinem Vorstand.
Deshalb gibt es auch gleich zwei Stellvertreterinnen?
Jutta Da Corte: Ganz genau! Als stellvertretende Landesvorsitzende vertreten auch wir den VdK nach außen. Das heißt, wir sprechen vor Ort mit Politikern oder vernetzen den Verband mit anderen sozialen Organisationen. Wir sind aber auch Ansprechpartnerinnen für unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter bei Fortbildungen oder Kreisverbandstagen.
In Südniedersachsen habe ich zum Beispiel schon mehrere neue Ortsverbände gegründet. Diese entstehen natürlich nicht im Handumdrehen, ich habe zahlreiche Gespräche mit Interessierten geführt und ihnen gerade zu Beginn immer wieder unter die Arme gegriffen. Das erfordert viel Einsatz, aber es macht auch glücklich zu sehen, wie diese ehrenamtlichen Teams dann für unsere Mitglieder da sind und der VdK weiterwächst.

Welches Thema liegt Ihnen sozialpolitisch besonders am Herzen?
Friedrich Stubbe: Mein Motto ist: Wir dürfen niemanden aus unserer Gesellschaft ausschließen, dafür kämpfe ich als Landesvorsitzender mit dem VdK! Bei aller Notwendigkeit der Reformen dürfen die Verantwortlichen in Berlin eines nicht vergessen: Es muss gerecht zugehen, unnötige Schreckensmeldungen schüren nur Existenzängste und bringen unsere Demokratie in Gefahr. Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen!

Birgit Becker: Ich würde mal behaupten, Jeder und Jede beim VdK hat eine soziale Ader. Für mich ist entscheidend, dass es endlich eine „richtige“ Reform der Gesundheits- und Externer Link:Pflegeversicherung gibt. Wir brauchen wirkliche Strukturveränderungen und nicht immer nur kleines Flickwerk.
Jutta Da Corte: Dass jede fünfte Frau bei uns in Altersarmut lebt, hat mich tief getroffen. Der VdK startet deshalb jährlich zum Equal Pay Day öffentlichkeitswirksame Aktionen, um auf die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern aufmerksam zu machen und besonders junge Frauen für dieses Thema zu sensibilisieren.
Was war Ihr persönliches VdK-Highlight?
Jutta Da Corte: Ich durfte als Festrednerin über Inklusion und Integration sprechen und mich in das Goldene Buch der Stadt Georgsmarienhütte eintragen. Wie besonders dort mit den Ehrenamtlichen umgegangen wurde, hat mich tief bewegt!
Birgit Becker: Der Landesverbandstag im vergangenen Jahr war mein absolutes Highlight. Hier durfte ich auf der Bühne mit unserer VdK-Präsidentin Verena Bentele und dem Moderator Yared Dibaba diskutieren.
Friedrich Stubbe: Für mich war an diesen beiden Tagen der Zusammenhalt unserer großen VdK-Familie besonders spürbar – und das über die Landesgrenzen hinaus. Außerdem war die Veranstaltung von unserem hauptamtlichen Team wirklich super vorbereitet.
Bitte ergänzen Sie die folgende Aussage: „Beim VdK bin ich, weil…“
Friedrich Stubbe: … ich etwas zurückgeben möchte, nachdem mein kriegsversehrter Vater und auch ich Unterstützung vom VdK bekommen haben.
Birgit Becker: Dem kann ich mich nur anschließen. Meine Mutter hat durch die Hilfe des VdK eine Kriegshinterbliebenenrente zugesprochen bekommen, die uns sehr geholfen hat.
Jutta Da Corte: … weil ich immer wieder erlebe, wie wichtig es ist, dass die Menschen mit dem VdK einen starken Partner an ihrer Seite haben, der ihre Interessen vertritt und ihre Rechte durchsetzt.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was würden Sie gerne können oder häufiger machen?
Birgit Becker: Jeden Tag mit meinem Enkel spielen.
Jutta Da Corte: Einen Hubschrauber als Pilotin selbst fliegen.
Friedrich Stubbe: Mehr Zeit auf dem Wasser verbringen.
