Schatzmeister – mehr als nur Zahlen
Im vergangenen Jahr wurde unser Landesverbandsvorstand neu ins Amt gewählt. Doch welche Personen stecken hinter den einzelnen Ämtern und was sind ihre Aufgaben? Dieses Mal berichten unsere Landesschatzmeisterin Birgit Ohlhoff und ihr Stellvertreter Thomas Flügge von ihrem Ehrenamt.

Schatzmeisterin klingt schon nach etwas Besonderem. Birgit, was genau machst du denn im Vorstand?
Birgit Ohlhoff: Ich bewache den Schatz des VdK (lacht). Nein, tatsächlich bin ich – zusammen mit unserem Landesvorsitzenden und der Geschäftsführung – dafür verantwortlich, dass alle gesamten Geld- und Kassengeschäfte im Landesverband ordentlich abgewickelt werden. Das heißt, ich habe Überblick über die Konten und werde an allen finanziellen Themen des Verbands beteiligt. Außerdem gehört die Finanzplanung zu meinen Aufgaben und auch der Haushaltsplan fällt mit in meinen Zuständigkeitsbereich. Wichtige Entscheidungen dazu treffen wir aber immer als Team mit dem gesamten Landesvorstand.
Thomas Flügge: Als Stellvertreter habe ich ebenfalls in alle Bereiche Einblick, um einzuspringen, wenn Birgit mal verhindert ist. Man muss aber dazu sagen, dass wir beide diese Tätigkeit ja nur ehrenamtlich übernehmen. Für die ausführenden Arbeiten und das laufende Geschäft sind die hauptamtlichen Kolleginnen in der Finanzbuchhaltung zuständig.
Birgit: Das stimmt! Einmal im Jahr ist es außerdem unsere Aufgabe, den Delegierten auf der Landesverbandskonferenz – oder alle vier Jahre beim Landesverbandstag – den Jahresabschluss vorzustellen, also die Bilanz des VdK mit Gewinnen und Verlusten.
Das sind ja schon sehr konkrete Aufgaben. Musstet ihr dafür bestimmte Vorkenntnisse mitbringen?
Birgit: Man sollte schon eine gewisse Affinität für Zahlen haben! Da ich in meinem bisherigen Beruf ohnehin schon Wirtschaftspläne erstellt und Budgets verwaltet habe, hat sich dieses Vorstandsamt für mich einfach angeboten.
Was verbindet ihr mit Oldenburg, dem Hauptsitz des Landesverbands?
Thomas: Weite Wege (lacht), weil ich jedes Mal aus dem Wendland anreise. Und die EWE-Baskets!
Birgit: Oldenburg ist Heimat für mich: Hier bin ich aufgewachsen, hier habe ich gearbeitet und engagiere mich jetzt ehrenamtlich beim VdK.
Der VdK deckt sozialpolitisch viele Themenbereiche des täglichen Lebens ab, von der Gesundheitsversorgung über Teilhabe bis hin zu Wohnungsnot und Armut. Liegt euch eines davon besonders am Herzen?
Thomas: Mir sind sehr viele sozialpolitische Themen wichtig und ich möchte hier etwas bewegen, deshalb bin ich auch im Sozialpolitischen Ausschuss auf Landesebene und in der Sozialpolitischen Kommission des Bundesverbands aktiv.
Birgit: Ich finde es nach wie vor unverständlich, dass unsere Ehrenamtlichen, die sich für den größten Sozialverband Deutschlands engagieren, keinen Sonderurlaub für ihre wichtige Gremienarbeit bekommen. Hier muss das Land dringend nachbessern!
Was ist dir beim VdK außerdem wichtig?
Birgit: Ich bin beruflich viele Jahre als Führungskraft unterwegs gewesen, daher ist es mir ein großes Anliegen, dass Arbeitsklima und Ausstattung des Arbeitsplatzes für unsere hauptamtlichen Mitarbeitenden beim VdK passen. Denn nur in einem guten Arbeitsumfeld sind die Angestellten mit Herzblut für die gute Sache dabei und der VdK kann sich als attraktiver Arbeitgeber in Niedersachsen und Bremen etablieren.
Was war dein persönliches VdK-Highlight?
Birgit: Der Landesverbandstag 2025 – zum einen natürlich, weil ich dort in den Landesvorstand gewählt worden bin, aber auch, weil er vom Organisationsteam super vorbereitet worden ist. Und im Ortsverband: die Nähe zu den Mitgliedern. Es ist so schön, meine positive Energie an andere weiterzugeben.
Thomas: Wenn ich zu den Mitgliederversammlungen fahren kann, denn ich mag den Kontakt zu den Menschen, man bekommt so viel Wertschätzung und Lob zurück.
Was ist dein Lieblingsgetränk?
Thomas: Kaffee
Birgit: Aperol (lacht)
Das würde ich gerne können …
Birgit: … jonglieren und mehrere Sprachen sprechen.
Thomas: … freier reden und sattelfester in sozialpolitischen Themen sein.
Was machst du in deiner Freizeit?
Birgit: Neben dem VdK? Lesen, Radfahren, Zeit mit meiner Familie und besonders mit meiner Enkeltochter verbringen.
Thomas: Tatsächlich habe ich wenig Zeit für Hobbies. Was ich gerne mag, sind kleine Auszeiten vom Alltag – da reicht schon ein Spaziergang oder ein Kinobesuch.
Schaut ihr die Fußball-WM im Sommer?
Thomas: Nein, denn aus meiner Sicht steht hier seit längerem schon nicht mehr der Sport im Vordergrund, sondern die kommerziellen Absichten.
Birgit: Ja, ich werde jedes Spiel gucken, soweit es möglich ist.