VdK-Chef Friedrich Stubbe begrüßt die geplanten Vereinfachungen, warnt aber dringend davor, dass die Politik den Rotstift ansetzt: “Es darf keine Leistungskürzungen geben!”
„Der Sozialverband VdK hat schon lange Vereinfachungen bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen gefordert. Daher begrüßen wir die jetzt geplanten Änderungen! Aus unserer täglichen Beratung wissen wir, dass viele anspruchsberechtigte Menschen nämlich Leistungen nicht erhalten, weil die bürokratischen Hürden einfach zu hoch waren. Dies könnte durch zwei zentrale Anlaufstellen und vereinfachte Antragsverfahren deutlich verbessert werden.
Allerdings sind wir vorsichtig optimistisch, denn die Reform muss natürlich auch mit entsprechenden personellen Kapazitäten in den Kommunen umsetzbar sein. Hier darf kein Zuständigkeitsgerangel zwischen Bund, Ländern und Kommunen entstehen, das dann zu Lasten der Betroffenen geht. Leistungskürzungen durch die Hintertür erklären wir ebenfalls eine deutliche Absage! Wenn etwa die Beantragung von Wohngeld und Grundsicherung zusammengelegt wird, darf es nicht zu einer Kürzung der Wohnkosten und damit zum Verlust von Wohnungen kommen. Hier muss die Politik besonders das Wohl von Menschen mit geringem Einkommen im Blick haben und darf keinen Rotstift ansetzen!“