Sparpaket zu einseitig - Gesundheitsausgaben nicht auf Versicherte abschieben!
„Nach Ansicht des VdK Niedersachsen-Bremen ist dieses Sparpaket keineswegs – wie die Gesundheitsministerin erklärt hat – für alle sozialverträglich. Es trifft ganz eindeutig die unteren Einkommensschichten am härtesten. Zwar ist es gut, dass eine Beitragserhöhung für das kommende Jahr vom Tisch ist, doch zu welchem Preis? Wenn dadurch zahlreiche Zusatzkosten auf die Versicherten zukommen, ist das aus unserer Sicht ein reines Verschieben der Ausgaben zulasten der Versicherten.
Denn die höheren Zuzahlungen für Medikamente treffen vor allem chronisch kranke und ältere Menschen, die ohnehin schon jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Das kennen wir aus unseren Beratungen nur zu gut. Laut Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz sollen bei diesem Sparpaket alle ihren Beitrag leisten. Doch was ist mit denen, die es sich nicht leisten können? Wenn etwa beim Zahnersatz mehr zugezahlt werden soll, offenbart künftig schon ein Blick ins Gesicht des Gegenübers, wie es um dessen Finanzen steht. Das ist für uns als VdK alles andere als gerecht. Die Gesundheit der Menschen darf keine Frage des Geldbeutels sein!
Einziger Lichtblick: Dass die Beitragsbemessungsgrenze für Gutverdiener angehoben wird, begrüßen wir. Denn wer höhere Einnahmen hat, sollte sich nach dem Solidarprinzip auch entsprechend seiner Möglichkeiten einbringen."