Pflegende Angehörige absichern – statt kaputtsparen und verunsichern
“Wir begrüßen ausdrücklich, dass Herr Linnemann schnell erkannt hat, wie viel pflegende Angehörige für unsere Gesellschaft leisten, und das zum größten Teil unentgeltlich. Die oft langjährige Pflege darf nicht zur Armutsfalle im Alter werden. Deshalb ist es nur richtig, die Rentenbeiträge der pflegenden Angehörigen beizubehalten. Der VdK fordert in diesem Zusammenhang, dass Zeiten der Pflege mit Kindererziehungszeiten gleichgestellt werden”, erklärt VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe.
"Wir brauchen endlich eine angemessene soziale Absicherung für pflegende Angehörige, statt weiterer Kürzungen auf deren ohnehin schon beanspruchten Rücken.
Herr Linnemann sollte nun zügig die Reformpläne zugunsten der pflegenden Angehörigen anpassen, denn dieses ständige Hin und Her verunsichert die Betroffenen extrem und macht die politisch Verantwortlichen in der Bundespolitik mit jedem neuen Kurswechsel unglaubwürdiger.“
Hintergrund:
Wie die Pflegereform aussehen soll, wird derzeit heftig diskutiert. Am Wochenende hat sich der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann gegen die geplanten Einsparungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger ausgesprochen.