Tipps für den ehrenamtlichen Einsatz vor Ort
Ehrenamt findet im VdK beinahe täglich statt. Dass dabei auch eine Menge Fragen auftauchen, liegt in der Natur der Sache. Die Ehrenamtsseminare des Landesverbands sorgen deshalb für regelmäßigen Austausch unter den Engagierten und vermitteln gleichzeitig neues Wissen für deren wichtige Arbeit.

„Mit eurem Verbandsleben organisiert ihr soziale Teilhabe direkt vor Ort – dieses Miteinander tut unserer Gesellschaft sehr gut, denn anderswo ist es teilweise nur noch schwer zu finden“, erklärte Landesvorsitzender Friedrich Stubbe gleich zu Beginn der Seminarreihe den Teilnehmenden. Bei den fünf großen Veranstaltungen kamen rund 250 Ehrenamtliche aus ganz Niedersachsen und Bremen zusammen, um sich in den Bereichen Sozialpolitik, Vorstandsarbeit, Datenschutz und Öffentlichkeitsarbeit neues Wissen anzueignen und bereits vorhandenes wiederaufzufrischen.

Viele Fragen
Dabei tauchten sehr viele Fragen zur satzungsgemäßen Arbeit auf: Wie können neue Ehrenamtliche in den Vorstand hinzukommen? Wann darf ich nachwählen? Was sind unsere Verpflichtungen? Organisationsleiter Gordon Regener informierte neben wichtigen Satzungsänderungen vom Landesverbandstag auch über die Mitgliederstruktur und die wichtigsten Zahlen im Landesverband.
Andrea Nacke präsentierte den Ehrenamtlichen die sozialpolitische Ausrichtung des VdK und die Schwerpunktthemen der nächsten vier Jahre. Außerdem hatte sie Tipps parat, wie Sozialpolitik vor Ort beeinflusst werden kann: „Der VdK beteiligt sich an Aktionen wie dem Equal Pay Day für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern und an der Woche der pflegenden Angehörigen.“ Außerdem werden VdK-Forderungen eigens für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr erarbeitet, die Verbesserungen direkt auf Städte- und Gemeindeebene vorschlagen und entsprechend an diese Vertreter herangetragen werden können.
Sichere Daten
Was hat Datenschutz mit dem Ehrenamt zu tun? In diesem Schulungsbereich des stellvertretenden Landesgeschäftsführers Jan-Peter Rakel ging es um die sichere Aufbewahrung und den Umgang mit Mitgliedsdaten etwa bei Einladungen zu Reisen und Veranstaltungen, Anmeldelisten oder Fotos und Zeitungsberichten. In puncto IT-Sicherheit gab Rakel den Ehrenamtlichen mehrere praktische Beispiele und riet, bei merkwürdigen E-Mails grundsätzlich kritisch zu sein. „Öffnen Sie nicht jede E-Mail-Anlage, geben Sie keine privaten Daten heraus und hinterfragen Sie, was Ihnen komisch vorkommt.“
Um die Frage der richten Ansprache ging es im Vortrag von Marketingleiterin Sylvia Katenkamp: Welche Hilfsmittel brauche ich für einen funktionierenden Infostand? Und wie gelingt ein wertschätzender Umgang unter Ehrenamtlichen? Sie präsentierte sieben Themen, die das Ehrenamt leichter machen. Dabei hatte sie auch Ideen mitgebracht, welche „Türöffner“ dabei helfen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Beim Tag der Niedersachsen haben wir beispielsweise mit Aktionen wie dem Glücksrad, einer Malecke für Kinder und dem Entenangeln die Besucher zu uns an den Stand geholt. Damit war der Bann für Gespräche schnell gebrochen“, empfahl die Marketingleiterin den Ehrenamtlern.
Gefördert wurden die Ehrenamtsseminare auch 2025 wieder über den Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen durch die GlücksSpirale.



