Teamarbeit hat oberste Priorität

Von: Christina Diekmann

Wie produktiv der regelmäßige Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen im VdK ist, zeigten im Frühjahr erneut die Regionalkonferenzen. Da wurden Ideen und Standpunkte ausgetauscht, die Zusammenarbeit intensiviert und in Arbeitsgruppen ganz konkrete Ideen vorgestellt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Tischen im Saal, ein Teil zeigt auf
Rege Beteiligung: Der Austausch untereinander stand im Fokus der zweitägigen Veranstaltung. © VdK

Mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich bei den Veranstaltungen im Norden und Süden von Niedersachsen. Dabei kamen jeweils regionale Tandems zusammen: „Jeder ehrenamtliche Kreisvorsitz hat mit dem Juristen in seiner Kreisgeschäftsstelle einen hauptamtlichen Partner für seine Region“, erklärte Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. „Ziel unserer Veranstaltungen ist es, die Kommunikation dieser Teams kontinuierlich zu festigen und den Austausch zu fördern, um Verständnis für die Aufgaben und Arbeitsbelastungen des jeweils anderen zu entwickeln.“

Arbeitsgruppen

In kleinen Arbeitsgruppen ging es dann zum Beispiel um die Erwartungen der Ehrenamtlichen an die Kreisgeschäftsführer: Hier zeigte sich, dass es große Unterschiede gibt, wie viel Zeit neben der sozialrechtlichen Beratung für die Unterstützung der Orts- und Kreisverbände nötig ist. Wichtig sei eine frühzeitige Terminabsprache und ein regelmäßiger Austausch, waren sich alle einig. Weitere Themen waren die Vernetzung der Kreisverbände untereinander sowie die Zusammenarbeit von benachbarten Ortsvorständen. „Je nach Region und Größe der Verbandsstufen gibt es bei der Ausgestaltung der Mitgliederbetreuung teils große Unterschiede. Deshalb bieten sich beispielsweise gemeinsame Vorträge oder Ausflugsfahrten an, um ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen“, fasste Landeschef Friedrich Stubbe die Ergebnisse zusammen.

Landesgeschäftsführer Holger Grond stellte darüber hinaus die aktuelle Mitgliederentwicklung vor: Mit mehr als 117.000 Mitgliedern hat der VdK einen neuen Höchststand erreicht! Einen großen Anteil daran habe die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt, so Grond. Er warb außerdem dafür, regelmäßig neue Ehrenamtliche in die Vorstandsarbeit zu integrieren und mutig auch neue Ideen und Formate auszuprobieren.

Aktives Zuhören

Am zweiten Tag ging es im Seminar von Jörg Brunßen und Prof. Dr. Gerd Hilligweg (Institut für Soziale Kompetenz Oldenburg) um den Umgang mit sich selbst und anderen. Die verschiedenen Techniken der Kommunikation lassen sich sowohl in der Beratungssituation der Juristen als auch im VdK-Ehrenamt anwenden. Dabei gilt: Aktives Zuhören und Empathie erleichtern ein Gespräch, Wertschätzung und Vertrauen fördern die Problemlösung. 

„Es waren zwei spannende Tage mit einem wirklich guten Austausch und vielen neuen Erfahrungen“, freute sich ein Ehrenamtlicher.

Die Regionalkonferenzen fanden mit freundlicher Unterstützung des Paritätischen Niedersachsen statt.

Zwei Ehrenamtliche sitzen sich auf Stühlen gegenüber und sprechen miteinander vor den Teilnehmern
Aktives Zuhören: In einem Rollenspiel wurde das Erlernte vertieft. © VdK