Bremer Museen starten inklusive Aktionen
Unter dem Titel „Alltag inklusive“ möchten die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) bis zum 5. Mai 2026 gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen anbieten.

Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgen die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren, teilten sie mit. Hier finden Sie einen kleinen Einblick in die Veranstaltungen:
Im Tischlereimuseum werden Führungen in leichter Sprache am Dienstag, 28. April, zwischen 14 und 17 Uhr stattfinden. Es geht um alte Maschinen, Werkzeuge, eine Dampfmaschine und die Entwicklung der Tischlerei im 19. Jahrhundert.
Eine Führung für Blinde und sehbehinderte Menschen findet im Hafenmuseum am Freitag, 17. April, im Hafenmuseum statt. Beginn ist um 17 Uhr unter dem Titel „Hands on Hafenmuseum“. Gäste können Hafengeschichte und Gegenwart mit allen Sinnen erfahren. Anmeldung unter 0421/3038279 oder info@hafenmuseum-bremen.de.
Das Krankenhausmuseum bietet eine Führung in einfacher Sprache mit dem Titel „Wahnsinnig?“ am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr im Krankenhaus-Museum an.
Werder Bremen Museum
„Rechts und links des Osterdeichs“ heißt die Telefonführung rund ums Weserstadion und zu historischen Werder-Orten, die das Werder Bremen Museum „Wuseum“ am Mittwoch, 22. April, um 17 Uhr anbietet. Die Führungen im Rahmen des niedrigschwelligen Kulturformats „Bei Anruf Kultur“ widmen sich historischen Orten und Plätzen rund um das Bremer Weserstadion.
„Werder unter Strom“ heißt der Themenabend in Zusammenarbeit mit Adern der Stadt im Wuseum am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr. Er befasst sich mit dem Stromausfall beim Spiel Werder gegen Schalke 04 in der Saison 2004/2005. Eine einzige Kabelmuffe legte nahezu das komplette Werder-Stadion lahm. Wie es dazu kommen konnte, was eine Kabelmuffe ist und wie Strom aussieht oder sogar klingt – diese und weitere Fragen werden beim Themenabend auf spielerische und leichte Art beantwortet. Anmeldung unter 0421/434590, info@werder.de oder den Online-Ticketshop von Werder, da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt ist.
Führungen für Menschen mit Sehbehinderungen
„Ein Wunder neu vertont“ wird am 23. April, ab 18 Uhr im Wuseum. Die letzten 25 Minuten des Champions-League-Spiels Werder gegen Anderlecht von 1993, die als „drittes Wunder von der Weser“ in die Fußballgeschichte eingehen sollten, werden als Sehbehindertenreportage live vor Ort neu vertont.
Das Dom-Museum bietet im Aktionsmonat am Samstag, 18. und Samstag, 25. April, jeweils um 10.30 Uhr eine Tast-Führung für Nicht-Sehende und Sehende an. Anmeldungen unter Externer Link:fuehrungen@st.petridom.de. Nicht-Sehende werden gebeten, eine Begleitperson mitzubringen, da es viele Stufen und Stolperfallen im Dom gibt.
Am Sonntag, 19. April, können Rollstuhlfahrer ab 14 Uhr das Obergeschoss des ansonsten nicht barrierefreien Dom-Museums ohne Anmeldung besuchen. Der Zugang ist über das Gemeindehaus (Sandstraße 10-12) möglich.
Am Samstag, 25. April, um 12.30 Uhr, nach dem Mittagsgebet, wird vor dem Dom-Museum im Inneren des Doms am Ende des südlichen Seitenschiffs ein Tastgemälde eingeweiht. Der Künstler Peter Schwartz wird anwesend sein.
Die Geschichte der Schule
Das Schulmuseum bietet am 15. April unter dem Titel „Das Einmaleins der Schulgeschichte“, eine Führung für Gehörlose durch das Schulmuseum Bremen an. Beginn ist um 17 Uhr.
„Bremer Schulgeschichte inklusive. Von der Separation zum gemeinsamen Lernen“ lautet der Titel einer Gesprächsrunde im Schulmuseum am Donnerstag, 23. April, um 18 Uhr. Als Einführung werden historische Schlaglichter zur Entwicklung der Externer Link:Inklusion an Bremer Schulen vorgestellt. Georg Schweppe, langjähriger Leiter der Fritz-Gansberg-Schule und Vorsitzender des Fachverbandes für Behindertenpädagogik in Bremen wird vor Ort sein. Anmeldungen erwünscht unter Externer Link:schulmuseum@lis.bremen.de.
„Schulgeschichte in leichter Sprache“ vermittelt das Team des Schulmuseums am Montag, 27. April. Die Führung beginnt um 17 Uhr und richtet sich an Schulklassen und Gruppen. Bis zum 5. Mai ist dieses Angebot nach Voranmeldung auch individuell zu anderen Terminen buchbar.


Das Rundfunkmuseum bietet am Freitag, 24. April, um 18 Uhr, die Hörspielvorführung „Een Fall von Leevde“ von Radio Bremen im Rundfunkmuseum an. Das Hörspiel kann im Vorführraum und an ausgesuchten Rundfunkgeräten in den Museumsräumen verfolgt werden. Vertreter von Radio Bremen stehen für Fragen und Diskussion zur Verfügung.
Eine Führung mit Vorführungen im Rundfunkmuseum findet am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr statt. Gezeigt wird eine optische Darstellung zur Ausbreitung von Rundfunkwellen und die Demonstration des Zusammenbaus eines Radios.
Am Donnerstag, 30. April, können die Gäste Tonaufnahmen anhören und die eigene Stimme als Sprecher im historischen Radio Bremen Studio hören. Im Motorschiff Jason bietet sich Gelegenheit, den Amateurfunk und den Seefunk mitzuhören. Audiovorführungen runden das Angebot ab. Beginn ist um 11 Uhr.
Darüber hinaus ist für Dienstag, 28. April, eine Veranstaltung im Festsaal des Hauses der Bürgerschaft geplant. Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Interessengruppen zu kommen, laden die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion ein. Beginn ist um 18 Uhr.