Wahl zur/m Behindertensportler*in des Jahres 2026

Es ist wieder soweit: Sechs erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler stehen zur Wahl der/des „Behindertensportler*in des Jahres“ 2026. Junge Athletinnen und Athleten, die mit ihren Erfolgen und sportlichen Leistungen beeindrucken. Ab sofort darf gewählt werden! 

Logo zur Wahl

Ihre Stimme zählt! Sie können ab sofort bis zum 4. März 2026 Externer Link:Ihren Favoriten wählen. Der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) wird den Sieger oder die Siegerin dann bei einer feierlichen Gala am 12. März 2026 im GOP-Varieté Theater Hannover küren. 

Malte Brelage, ERC Hannover Ice Lions/Team BEB, Para Eishockey

Es gleicht einer Sensation. Nach 20 Jahren hat es die Deutsche Para Eishockey Nationalmannschaft durch den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft in Buffalo, USA endlich wieder geschafft, sich für die Paralympics zu qualifizieren. Mitverantwortlich für diesen Erfolg ist Malte Brelage. Der 27- Jährige vom ERC Hannover Ice Lions/Team BEB unterstützt die „Natio“ seit 2021 und trägt seit 2024 in der Rolle des Kapitäns große Verantwortung. Und das, obwohl er in der Mannschaft nicht nur der zweitjüngste Spieler, sondern auch der wohl jüngste Kapitän ist, den das Team jemals hatte. Doch sein „guter Draht zu den Spielern“, wie er selbst sagt, sowie seine besondere Fähigkeit, Menschen auf diplomatische Art miteinander zu verbinden, macht ihn zur idealen Persönlichkeit für diese Aufgabe.

Jan Malte Brelage beim Eishockeyspielen
© BSN / Markus Lampe

Julian Füllgraf, VfL Osnabrück/Team BEB, Para Schwimmen

Wahrscheinlich liegt es an seiner Einstellung, dass der 20-Jährige vom VfL Osnabrück/Team BEB sich zuletzt überdurchschnittlich entwickelt hat. 2025 stellte er im Para Schwimmen Deutsche Rekorde über 400, 800 und 1500 Meter Freistil auf, wurde damit dreifacher Deutscher Meister in seiner Startklasse. Über 1500 Meter erkämpfte er sich zudem bei den Norddeutschen Meisterschaften den Sieg. Doch all diese Titel sind Julian gar nicht so wichtig. Vielmehr will er weiterhin seine Zeiten verbessern, um sich für die Paralympics 2028 in Los Angeles zu qualifizieren. Auch, wenn es „bis dahin noch ein Weg ist“, wie er sagt.

Julian Füllgraf beim Kraulen im Becken
© Das Fahrgastfernsehen / Axel Herzig

Helena Klintschar, Skiclub Bad Grund, Special Olympics Niedersachsen

Wieder und wieder fahren Helena Klintschar und ihre Trainerin Heidi Evert mit dem Schlepplift die Piste hinauf, um den Hang hinunterzufahren. Denn Helena Klintschar vom Skiclub Bad Grund/Harz braucht viel mehr Wiederholungen als andere Menschen, um Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Ihr Gendefekt – das Claes Jensen Syndrom – hat zur Folge, dass sie Vieles wieder verlernt, wenn sie es nicht permanent übt. Hinzukommt eine Sehbeeinträchtigung. Aber nicht nur weil ihr das Üben so viel Spaß macht, hat Helena zuletzt bei den Special Olympics World Games 2025 in Turin die Konkurrenz in der Fortgeschrittenenklasse hinter sich gelassen. Überraschend gewann sie Gold im Slalom sowie Bronze im Riesenslalom.  
Mit dem Skifahren begonnen hat Helena im Alter von vier Jahren – und schon damals ganz ohne Angst vor der Geschwindigkeit.

 Helena Klintschar in Skikleitung und mit Helm in einer Skihalle
© BSN / Michael Wallmüller

Jule Lammers, BSC Werlte/Team BEB, Para Bogensport

„Im Bogensport ist man nie perfekt“, sagt Jule Lammers. Dass sie der Perfektion immer näher kommt, zeigen aber ihre bisherigen Erfolge. Die 22-jährige Para Bogenschützin vom BSC Werlte/Team BEB qualifizierte sich als einzige deutsche Teilnehmerin für die European Para Youth Games 2025 in Istanbul, wurde Vierte beim European Para Archery Cup im tschechischen Nove Mesto und belegte den zweiten Platz im Doppel mit Flora Kliem beim European Para Archery Cup in Rom. Und das, obwohl sie erst 2023 klassifiziert wurde.

Fünf Mal pro Woche trainiert Jule aktuell. Neben dem Bogentraining gehören Kraftübungen sowie Mentaltraining über Video- und Audioaufnahmen dazu. Das alles, um sich für die Europameisterschaften 2026 in Rom zu qualifizieren. Darüber hinaus möchte Jule sich bei internationalen Wettkämpfen unter den Top Sechs etablieren sowie die Kadernorm schaffen, um sich bestmöglich auf die Paralympics 2028 in Los Angeles vorbereiten zu können.

Jule Lammers beim Para-Bogenschießen
© BSN / Michael Wallmüller

Kyra Liepach, TK zu Hannover/Team BEB, Para Tischtennis

Wie, um ihre Nominierung zur Wahl „Behindertensportler*in des Jahres“ 2026 bekräftigen zu wollen, hat Kyra Liepach im November auf die Liste ihrer bisherigen Erfolge noch einen drauf gesetzt. Bei ihrer ersten Teilnahme an den Europameisterschaften im Para Tischtennis gewann sie in Schweden sensationell die Bronzemedaille. Und das, nachdem die Spielerin vom Turn-Klubb zu Hannover (TKH)/Team BEB erst vor gut zwei Jahren ihr erstes Turnier im Para Tischtennis gespielt hat. Bei den Deutschen Meisterschaften gewann sie in ihrer Wettkampfklasse WK5 den Titel. 2025 kamen diverse Erfolge hinzu: Gold im Einzel bei den ITTF World Para Future in Finnland, zwei Gold- und eine Silbermedaille bei der DM in Sindelfingen sowie der fünfte Platz in der höchsten Rollstuhltischtennis-Klasse beim Deutschland-Pokal. 

Kyra Liepach beim Tischtennisspiel
© BSN / Axel_Herzig

Sören Seebold, Hannover United/Team BEB, Rollstuhlbasketball

Taktik, Teamgeist, Talent – der bisherige sportliche Weg des 22-jährigen Rollstuhlbasketballspielers von Hannover United/Team BEB kann kein Zufall sein. Sein Bewegungsdrang und das Streben nach Erfolg wurden ihm in die Wiege gelegt. Daran konnte auch die angeborene Spina bifida – ein offener Rücken – nichts ändern. All die genannten Attribute haben den jungen Sportler bereits zu großen Erfolgen geführt. Als Kapitän der U23- Nationalmannschaft brachte er sein Team zum Weltmeistertitel 2025. Das war einer U23 zum ersten und bis dato letzten Mal im Jahr 2013 gelungen. Mit seiner Heimmannschaft spielt Sören darüber hinaus erfolgreich in der Bundesliga und wurde Vize-Pokalsieger. Sören wird vermutlich der Rollstuhlbasketballwelt noch eine ganze Weile seinen Stempel aufdrücken. Wenn alles gut läuft, könnte er mit der Nationalmannschaft der Herren 2028 bei den Paralympics in Los Angeles antreten, spätestens in Brisbane 2032.

Sören Seebold beim Rollstuhlbasketball
© BSN / Axel Herzig

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Sie können sich die Nominierten hier noch einmal anschauen und direkt wählen:

Externer Link:Wahl Behindertensportler*in des Jahres 2026 | BSN e.V.