Vortrag zum Verhalten im Notfall
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Am 14. April 2026 hatte der Sozialverband VdK zu einem Vortrag über das Verhalten in Notfallsituationen in den Seniorentreffpunkt Ankerplatz eingeladen.
Ca. 40 VdK-Mitglieder und Gäste verfolgten die Ausführungen der Referentin, Frau Sibylle Brunnemann, die Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie sowie Dipl. Pflegewirtin (FH) ist, aufmerksam.
Sie berichtete, dass Unfallzeugen häufig aus verschiedenen Gründen nicht eingriffen (vermeintlich andere Helfer, Unvermögen, Angst vor Fehlern) und wies darauf hin, dass „Nicht helfen“ schlimmer sei als Fehler bei der Hilfe. Als Helfer ist man in allen Bereichen finanziell abgesichert ist.
Die 1. Regel für Unfallhelfer ist: Ruhe bewahren – Denken – Atmen. Erst schauen, die Unfallstelle und sich selbst sichern (Autos, Stolpersteine, Wasser, Strom, herabfallende Trümmer).
Dazu gehört auch der Schutz mittels Handschuhe vor eventuellen Ansteckungen (Tipp: Plastikkapsel des Überraschungseies mit Einweghandschuhen befüllen und in der Handtasche dabeihaben) und seit Corona haben viele eine FFP-Maske dabei, die bei Bedarf genutzt werden kann.
Mit der sog. „Disko-Regel“ (Anschauen, Ansprechen, Anfassen) kann man den Zustand des Unfallopfers feststellen. Wenn erforderlich, sollte man andere Personen eindeutig benennen und zur Assistenz auffordern.
Bei einem Kreislaufstillstand kann die Farbe des Opfers weiß, rot, blau, Schweiß) Aufschluss über seinen konkreten Zustand geben.
Bei einer evtl. notwendigen Herzdruckmassage, können „Staying Alive“ von den Bee Gees und der „Radetzkymarsch“ als Vorlage für Schnelligkeit und Rhythmus gelten.
Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Vortrag ist: Überhaupt zu helfen ist wichtiger als falsche Hilfe zu leisten.
Eine Portion Mut gehört auch immer dazu. Diese wünschen wir allen Teilnehmern!
Rosi Kluth-Münch